Gesund beginnt im Mund! 25 Jahre Tag der Zahngesundheit

Unsere Zähne sind ständig im Einsatz: Ob Kauen, Beißen, Sprechen oder Lächeln - ohne Zähne geht es nicht. Schön sollen sie sein, möglichst weiß und lückenlos - dann können Sie auch maßgeblich zu einer attraktiven Erscheinung beitragen. Und eigentlich sollte es auch gar nicht so schwer sein, Zähne und Zahnfleisch dauerhaft gesund zu erhalten - schließlich kommen unsere Zähne im Normalfall gesund auf die Welt. Erst durch schlechte Mundhygiene, falsche Ernährung, Stress oder Rauchen verspielen wir selber die ideale Basis für "ein Leben lang gesunde Zähne". Aber nicht nur das: Weil Karies und Parodontitis auch zu anderen schweren Erkrankungen führen können, riskieren wir dazu noch unsere Gesundheit. Mit frühzeitiger Zahnprophylaxe muss es jedoch nicht so weit kommen.

Aktuelle Studien zur deutschen Mundgesundheit zeigen eine klare Tendenz: Immer mehr Erwachsene - und hier ein immens hoher Anteil der Senioren - leiden an einer chronischen Entzündung des Zahnhalteapparates, der Parodontitis, im Volksmund auch Parodontose genannt. Zahnfleischbluten, Rötungen und Schwellungen sind erste Alarmzeichen. Es drohen Entzündungen, meist ausgelöst durch bakterielle Zahnbeläge, die sich am liebsten zwischen den Zähnen und am Zahnfleischrand festsetzen. Wird diese so genannte "Plaque" nicht entfernt, suchen sich die Bakterien ihren Weg in tiefere Schichten des Zahnfleisches und lösen dort die Parodontitis, die Entzündung des Zahnhalteapparates, aus. Der Körper wehrt sich und produziert Enzyme, die zwar die Bakterien, aber auch das Zahnfleisch selber angreifen. Ohne Behandlung droht die Zerstörung von Bindegewebe und Kieferknochen - und letztlich Zahnausfall.

Mittlerweile ist es wissenschaftlich belegt, dass Erkrankungen in der Mundhöhle das Risiko für bestimmte Allgemeinerkrankungen verstärken können. Die Rede ist zum Beispiel von Wechselwirkung zwischen Parodontitis und Atemwegserkrankungen sowie einem erhöhtem Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. Ein Diabetes kann durch die Folgen der Parodontitis verschlimmert werden. Bei Schwangeren besteht ein auffälliger Zusammenhang zwischen Erkrankungen des Zahnhalteapparats und der Frühgeburtenrate sowie einem geringen Geburtsgewicht. Umgekehrt verstärken Diabetes, ein geschwächtes Immunsystem und Rauchen das Risiko für Erkrankungen von Zähnen und Zahnfleisch.

Wer auf seine Gesundheit Wert legt, der muss Zähnen und Zahnfleisch besondere Beachtung schenken. Und das ist mehr als "nach dem Essen Zähne putzen nicht vergessen". Eine gezielte Vorsorge gehört unbedingt dazu.

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